Herzlich Willkommen
auf dem Firmenblog der Praxis Dr. Jürgen Groß in Melsungen
(Bezirk Kassel).
Die beiden aktuellsten Beiträge finden Sie direkt unterhalb dieses Textes. Alle weiteren Beiträge können über die nebenstehende Inhaltsübersicht aufgerufen werden.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim stöbern und lesen dieser Seiten.
Dr. Jürgen Groß
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Sonntag, 7. März 2010
Wirtschaftsministerium will die Gründungskultur stärken und die Unternehmensnachfolge erleichtern
Internationale Vergleiche zeigen eine relativ schwach ausgeprägte Gründungsbereitschaft in Deutschland. Nach dem Länderbericht 2008 des "Global Entrepreneurship Monitor" (GEM) sind die Bürger in Deutschland pessimistischer als in den meisten vergleichbaren Ländern, was künftige Gründungschancen angeht. Zudem hält sie die Angst vor dem Scheitern häufig davon ab, überhaupt ein Unternehmen zu gründen. In beiden Kategorien liegt Deutschland im letzten Drittel.
Mit der Initiative "Gründerland Deutschland" will man nun auf breiter Ebene für die Themen Gründung und Unternehmergeist werben, Chancen und Möglichkeiten der unternehmerischen Selbständigkeit aufzeigen und die Gründungskultur in Deutschland stärken.
"Wir wollen mit der Gründerwoche Deutschland im November 2010 - als deutscher Beitrag zur internationalen "Global Entrepreneurship Week" - das Gründungsinteresse vor allem bei jungen Menschen wecken, indem wir in der Aktionswoche bundesweit Veranstaltungen von Unternehmen, Schulen, Hochschulen, Verbänden und Multiplikatoren bündeln.", so das Wirtschaftsministerium (BMWi)
Zudem soll der Gründergeist in den Hochschulen durch einen neuen Wettbewerb "EXIST-Gründungskultur - die Gründerhochschule" fefördert werden, in dem die besten diesbezüglichen hochschulweiten Gesamtstrategien ausgezeichnet werden.
Dieser Wettbewerb mit einem Volumen von mehr als 40 Millionen Euro wird voraussichtlich im März 2010 starten.
Daneben ist ein verstärktes Engagement für die Schülerprojekte "JUNIOR", "Deutscher Gründerpreis für Schüler" und "Unternehmergeist in die Schulen" geplant.
Nach Hochrechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn steht jedes Jahr bei über 70.000 Familienunternehmen die Regelung der Nachfolge an. Für etwa 8 % von ihnen findet sich kein Nachfolger.
Um Stilllegungen von Unternehmen und den Verlust von Arbeitsplätzen aufgrund gescheiterter Unternehmensnachfolgen zu vermeiden, soll der unternehmerische Generationswechsel in Deutschland erleichtert werden.
Mitte 2010 wird eine Informationsoffensive zum Thema Unternehmensnachfolge starten.
"Wir werden sie in die bestehende "nexxt-Initiative" einbetten, die neben dem BMWi von etwa 30 weiteren Partnern aus Institutionen der gewerblichen Wirtschaft, der Freien Berufe, der Kreditwirtschaft, der Medien und der Wissenschaft getragen wird. In diesem Rahmen soll auch die Nutzerfreundlichkeit der Nachfolgebörse "nexxt-change" optimiert werden, um noch bessere Vermittlungserfolge zu erzielen.", so der BMWi.
Quelle: Bundeswirtschaftsministerium 2010
Mit der Initiative "Gründerland Deutschland" will man nun auf breiter Ebene für die Themen Gründung und Unternehmergeist werben, Chancen und Möglichkeiten der unternehmerischen Selbständigkeit aufzeigen und die Gründungskultur in Deutschland stärken.
"Wir wollen mit der Gründerwoche Deutschland im November 2010 - als deutscher Beitrag zur internationalen "Global Entrepreneurship Week" - das Gründungsinteresse vor allem bei jungen Menschen wecken, indem wir in der Aktionswoche bundesweit Veranstaltungen von Unternehmen, Schulen, Hochschulen, Verbänden und Multiplikatoren bündeln.", so das Wirtschaftsministerium (BMWi)
Zudem soll der Gründergeist in den Hochschulen durch einen neuen Wettbewerb "EXIST-Gründungskultur - die Gründerhochschule" fefördert werden, in dem die besten diesbezüglichen hochschulweiten Gesamtstrategien ausgezeichnet werden.
Dieser Wettbewerb mit einem Volumen von mehr als 40 Millionen Euro wird voraussichtlich im März 2010 starten.
Daneben ist ein verstärktes Engagement für die Schülerprojekte "JUNIOR", "Deutscher Gründerpreis für Schüler" und "Unternehmergeist in die Schulen" geplant.
Nach Hochrechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn steht jedes Jahr bei über 70.000 Familienunternehmen die Regelung der Nachfolge an. Für etwa 8 % von ihnen findet sich kein Nachfolger.
Um Stilllegungen von Unternehmen und den Verlust von Arbeitsplätzen aufgrund gescheiterter Unternehmensnachfolgen zu vermeiden, soll der unternehmerische Generationswechsel in Deutschland erleichtert werden.
Mitte 2010 wird eine Informationsoffensive zum Thema Unternehmensnachfolge starten.
"Wir werden sie in die bestehende "nexxt-Initiative" einbetten, die neben dem BMWi von etwa 30 weiteren Partnern aus Institutionen der gewerblichen Wirtschaft, der Freien Berufe, der Kreditwirtschaft, der Medien und der Wissenschaft getragen wird. In diesem Rahmen soll auch die Nutzerfreundlichkeit der Nachfolgebörse "nexxt-change" optimiert werden, um noch bessere Vermittlungserfolge zu erzielen.", so der BMWi.
Quelle: Bundeswirtschaftsministerium 2010
Samstag, 6. März 2010
Bullying (Schulgewalt) - häufig Folge eines überbehütenden Erziehungsstils
Unter Bullying (einer Sonderform des Mobbing ) versteht man die offenen und versteckten Aggressionen und Schikanen die Schüler/innen durch andere Schüler/innen ausgesetzt sind.
Menschliche Aggression und Gewalt wird als körperliches oder verbales Handeln definiert, welches mit der Absicht ausgeführt wird zu verletzen oder zu zerstören.
Gewalt ist Aggression in ihrer extremen, schädigenden und sozial nicht akzeptablen Form. Gewalt unter Schulkindern ist zweifellos ein sehr altes Phänomen. Betrachtet man die Werke der Literatur so stößt man immer wieder auf Beschreibungen in denen Kinder häufig und systematisch von anderen Kindern psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt waren.
Doch erst zu Beginn der 1970er Jahre wurden in Skandinavien erste wissenschaftliche Untersuchungen zu dieser Problematik durchgeführt. In den 1980er und 1990er Jahren zog das Thema Gewalt unter Schulkindern ein gewisses Interesse der Öffentlichkeit auf sich und wurde über Länder wie Japan, Großbritannien, Kanada, USA und Australien auch Forschungsgegenstand in Deutschland. Dennoch steckt die Erforschung dieser Thematik nach wie vor in den Kinderschuhen, insbesondere was die Langzeitbetrachtung und die Spätfolgen für Opfer und Täter betrifft.
Die meisten Daten der Forschung, die überwiegend aus skandinavischen Ländern stammen, sehen heute einen Viktimisierungs(Opfer)grad von ca. 10 %. Das heißt, das jedes 10 Kind einer Schulklasse direkt oder indirekt über einen längeren Zeitraum Opfer von physischer oder psychischer Gewalt wird.
Die Gewalthandlungen stellen eine extreme Form sozialer Stressoren dar. Mit zunehmender Viktimisierung erhöht sich das Stresserleben was zu schwerwiegenden und nachhaltigen Beeinträchtigungen bei den Betroffenen führen kann. Wir Menschen leben in der sinnlichen Wahrnehmung der Welt, niemals in ihr unmittelbar. Wir sind daran gewöhnt, die Welt durch unsere fünf Sinne zu erfahren und die daraus abgeleiteten Informationen zu interpretieren. Darauf beruhen unsere Reaktionen. Das was wirklich passiert, geschieht in unserem Kopf. und die Sinneseindrücke vertreten die Welt im außen.
“Sein, heißt in Beziehung sein”. Wir stehen ständig über unsere Sinne mit unserer Außenwelt in Beziehung. — es ist folglich nicht möglich, nicht in Beziehung zu sein. Wir selbst bestimmen, ob wir die empfangenen Sinnesinformationen in ein gutes oder schlechtes Bild der Welt verwandeln.
Ob ein Kind zum Opfer von Schulgewalt wird, hängt demnach mit seiner Prägung zusammen, die es zuvor im Elternhaus erlebt hat; mit anderem Worten: wie es gelernt hat seine Welt zu sehen. Diese, für viele provokant wirkenden Aussage, wird leider durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. Diese belegten, das die Tendenz zur „Überbehütung“ durch das Elternhaus sowohl Ursache wie auch Folge von Gewalttätigkeit sein kann. Unter Überhütung versteht man einen Erziehungsstil indem die Eltern Besitz von ihren Kindern ergreifen, ihnen keine Freiräume und keine Privatsphäre lassen, sie emotional binden und mit übermäßigen Liebe erdrücken. Sie sind überbesorgt und fürsorglich, und opfern sich für sie auf. In diesem Umfeld erfahren die Kinder eine Prägung, in der sie von ihren Eltern abhängig bleiben, sich nicht weiterentwickeln oder regredieren. Sie können kein Selbst ausdifferenzieren, werden nicht selbständig und lösen sich nicht von ihren Eltern ab. Die Folge: Kinder aus einem überhütetem Elternhaus werden aufgrund ihres prägungsbedingten Verhaltens häufig Opfer von schulischer Gewalt.
Sie erleben sich somit in einer Welt mit doppelter Gewalt. Zum einen die Schule, wo sie sich dem ständigen Stress möglicher physischer und psychischer Attacken ausgesetzt sehen müssen; zum anderen in der scheinbar heilen Welt des Elternhauses, wo sie in einem Meer an Nähe und Liebe schier ertränkt / erdrückt werden, jedoch letztendlich vor der Gewalt aus der Schule keine Hilfe finden. Diese Zerrissenheit zwischen den beiden Erlebniswelten dauert über einen Zeitraum von mehreren Jahren an und dürfte sicherlich erhebliche Spuren in der Psyche des heranwachsenden Menschen hinterlassen.
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Mit der zuvor genannten Thematik beschäftigt sich eine Ausarbeitung von Herrn Dr. Jürgen Groß -aus dem Jahr 2002-, welche Sie im Internet kostenlos herunterladen können.
Ebenfalls mit dem Thema "Gewalt am Kind" beschäftigt sich die Performance des Melsunger Aktionskünstlers Edwin Moes aus dem Jahr 2009, welche von Jürgen Groß filmisch umgesetzt wurde.
Menschliche Aggression und Gewalt wird als körperliches oder verbales Handeln definiert, welches mit der Absicht ausgeführt wird zu verletzen oder zu zerstören.
Gewalt ist Aggression in ihrer extremen, schädigenden und sozial nicht akzeptablen Form. Gewalt unter Schulkindern ist zweifellos ein sehr altes Phänomen. Betrachtet man die Werke der Literatur so stößt man immer wieder auf Beschreibungen in denen Kinder häufig und systematisch von anderen Kindern psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt waren.
Doch erst zu Beginn der 1970er Jahre wurden in Skandinavien erste wissenschaftliche Untersuchungen zu dieser Problematik durchgeführt. In den 1980er und 1990er Jahren zog das Thema Gewalt unter Schulkindern ein gewisses Interesse der Öffentlichkeit auf sich und wurde über Länder wie Japan, Großbritannien, Kanada, USA und Australien auch Forschungsgegenstand in Deutschland. Dennoch steckt die Erforschung dieser Thematik nach wie vor in den Kinderschuhen, insbesondere was die Langzeitbetrachtung und die Spätfolgen für Opfer und Täter betrifft.
Die meisten Daten der Forschung, die überwiegend aus skandinavischen Ländern stammen, sehen heute einen Viktimisierungs(Opfer)grad von ca. 10 %. Das heißt, das jedes 10 Kind einer Schulklasse direkt oder indirekt über einen längeren Zeitraum Opfer von physischer oder psychischer Gewalt wird.
Die Gewalthandlungen stellen eine extreme Form sozialer Stressoren dar. Mit zunehmender Viktimisierung erhöht sich das Stresserleben was zu schwerwiegenden und nachhaltigen Beeinträchtigungen bei den Betroffenen führen kann. Wir Menschen leben in der sinnlichen Wahrnehmung der Welt, niemals in ihr unmittelbar. Wir sind daran gewöhnt, die Welt durch unsere fünf Sinne zu erfahren und die daraus abgeleiteten Informationen zu interpretieren. Darauf beruhen unsere Reaktionen. Das was wirklich passiert, geschieht in unserem Kopf. und die Sinneseindrücke vertreten die Welt im außen.
“Sein, heißt in Beziehung sein”. Wir stehen ständig über unsere Sinne mit unserer Außenwelt in Beziehung. — es ist folglich nicht möglich, nicht in Beziehung zu sein. Wir selbst bestimmen, ob wir die empfangenen Sinnesinformationen in ein gutes oder schlechtes Bild der Welt verwandeln.
Ob ein Kind zum Opfer von Schulgewalt wird, hängt demnach mit seiner Prägung zusammen, die es zuvor im Elternhaus erlebt hat; mit anderem Worten: wie es gelernt hat seine Welt zu sehen. Diese, für viele provokant wirkenden Aussage, wird leider durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. Diese belegten, das die Tendenz zur „Überbehütung“ durch das Elternhaus sowohl Ursache wie auch Folge von Gewalttätigkeit sein kann. Unter Überhütung versteht man einen Erziehungsstil indem die Eltern Besitz von ihren Kindern ergreifen, ihnen keine Freiräume und keine Privatsphäre lassen, sie emotional binden und mit übermäßigen Liebe erdrücken. Sie sind überbesorgt und fürsorglich, und opfern sich für sie auf. In diesem Umfeld erfahren die Kinder eine Prägung, in der sie von ihren Eltern abhängig bleiben, sich nicht weiterentwickeln oder regredieren. Sie können kein Selbst ausdifferenzieren, werden nicht selbständig und lösen sich nicht von ihren Eltern ab. Die Folge: Kinder aus einem überhütetem Elternhaus werden aufgrund ihres prägungsbedingten Verhaltens häufig Opfer von schulischer Gewalt.
Sie erleben sich somit in einer Welt mit doppelter Gewalt. Zum einen die Schule, wo sie sich dem ständigen Stress möglicher physischer und psychischer Attacken ausgesetzt sehen müssen; zum anderen in der scheinbar heilen Welt des Elternhauses, wo sie in einem Meer an Nähe und Liebe schier ertränkt / erdrückt werden, jedoch letztendlich vor der Gewalt aus der Schule keine Hilfe finden. Diese Zerrissenheit zwischen den beiden Erlebniswelten dauert über einen Zeitraum von mehreren Jahren an und dürfte sicherlich erhebliche Spuren in der Psyche des heranwachsenden Menschen hinterlassen.
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Mit der zuvor genannten Thematik beschäftigt sich eine Ausarbeitung von Herrn Dr. Jürgen Groß -aus dem Jahr 2002-, welche Sie im Internet kostenlos herunterladen können.
Ebenfalls mit dem Thema "Gewalt am Kind" beschäftigt sich die Performance des Melsunger Aktionskünstlers Edwin Moes aus dem Jahr 2009, welche von Jürgen Groß filmisch umgesetzt wurde.
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